Transition Initiativen in D/A/CH

Transition Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

für Fragen und Tipps rund um die Garten-/ Balkon-/ Straßenbeetpraxis: Saatgut- / Pflanzentausch, Bodenverbesserung, Einhegungen, Kompost, kostenlose Quellen für Gartenbedarf und -zubehör:

Z. B. Fragen und Tipps -wie man Saatgut/ Pflanzen zum Tausch kostenlos und möglichst unaufwändig gewinnen und lagern kann. -welchen Schnellkomposter man für ein Hinterhofbeet anschaffen/ selber bauen sollte?
-Ideen zum Thema "essbare Landschaften", z. B. für unseren hier geplanten Lehrpfad durch den Park: http://transitiontown-friedrichshain-kreuzberg.de/so36/forum/8
-wo man gute Erde kostenlos/ -günstig herbekommt
-wie man Böden entgiften kann
-was man für Arten- und Naturschutz beim Bepflanzen von städtischen Flächen beachten sollte/ könnte.

Tags: Erde, Garten, Gartentipps, Kompost, Pflanzen, Saatgut

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Antworten auf diese Diskussion

1) Bei sonnigem oder zumindest halbschattigem Standort und nicht zu viel Trockenheit auf jeden Fall Topinambur
http://de.wikipedia.org/wiki/Topinambur
Die eigene Ernte ist mittlerweile schon verschenkt bzw. gegessen, aber wenn Ihr ihn bei Euch nicht auftreiben könnt: Ich kann noch welchen bekommen und Euch ein Päckchen schicken.

2) Magenta Spreen
Ich hab von einer Bekannten im Frühjahr eine Pflanze bekommen. Sie ist verwandt mit unserer Melde, produziert aber viel mehr Blätter.
http://www.associatedcontent.com/article/394508/eat_your_weeds_lamb...
Samen hab ich und hab gerade eine Keimprobe gestartet. Ich melde mich, wenn ich weiß, ob und wie das funktioniert hat.

3) Bantam-Mais
Ist ein sortenechter Mais, sprich, aus den Maiskörnern kommt, im Gegensatz zu dem, was man so im Gartenmarkt bekommt, wieder dieselbe Pflanze. Hab selber noch keine Erfahrung sondern nur von einer Freundin das Saatgut bekommen. Die ist begeistert.
http://www.bantam-mais.de/
Bei Interesse kann ich sie fragen, wieviel sie noch an Saatgut hat.

4) Straucheibisch
Der steht - als Ziepflanze - heute schon in vielen Hinterhofgärten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Straucheibisch
Im Frühjahr machen sich die frischen Blätter gut im Salat. Wenn die zu hart werden, fängt er an, zu blühen und die Blüten schmecken noch besser. Er vermehrt sich in unserem Hinterhof wie wild und wir müssen die neuen Pflanzen regelmäßig zurückschneiden. Ich weiß aber nicht so recht, wie man den per Päckchen verschicken kann, ohne daß er Schaden nimmt.

5) Erdbeeren
Bekommen neben Erdbeeren immer viele "Kindel". Seit diesen Sommer setze ich die, noch mit der Mutterpflanze verbunden, in einen Blumentopf und halte sie mit einem gebogenen Draht darauf fest. Die bekommen dann im Topf ihre Wurzeln, ich kann die Verbindung zur Mutterpflanze trennen und habe Erdbeerpflanzen zu verschenken. Ein paar habe ich noch. Ist aber dasselbe wie mit dem Straucheibisch: Wie verschicke ich die per Päckchen, ohne daß sie beim Transport kaputtgehen.

6) Yakon
Den hab ich nicht zu bieten, den suche ich:
http://www.hortipedia.org/de/index.php?title=Yakon
Hat den wer und kann mir ein Päckchen schicken?
Vielen Dank, Thomas! Toller Anfang! Ich bin Anfängerin, hab lediglich ein paar Samen von Stockrosen, Himmelsschlüsselchen, Akelei und Puffbohnen au smeinem Hinterhofbeet gesammelt. (meistenteils ursprünglich von Dreschflegel)
Topinambur hab ich auch in rauhen Mengen (auf meinem 16 qm Hinterhofbeet :-).
Bantam-Mais wär super, Straucheibisch schau ich mal, wie verbreitet der ist hier bei uns.
Wegen Yakon - klingt super - hab ich bei Dreschflegel angefragt, die haben mir eine Adresse gegeben von einem Saatgutzüchter, der sich damit bereits befasst. Hab angefragt, wenn ich mehr weiß, schreib ichs hier.
Bitte noch mehr Tipps - für Anfänger - wie man Saatgut/ Pflanzen zum Tausch kostenlos und möglichst unaufwendig gewinnen und lagern kann.
Hast du noch einen Tipp, welchen Schnellkomposter man für ein Hinterhofbeet anschaffen/ selber bauen sollte?
Auch super: weitere Ideen zum Thema "essbare Landschaften" für unseren geplanten Lehrpfad durch den Park hier (http://transitiontown-friedrichshain-kreuzberg.de/so36/forum/8, auch noch ganz am Anfang).
Gruß, Rahel
Ein Tipp zum Pflanzen gewinnen, für Beerensträucher wie Stachelbeere und Johannisbeere: Drücke einen niedrigen, parallel zum Boden wachsenden Zweig auf den Boden, so daß ein Stück des Zweiges den Boden berührt und beschwere das ganze mit einem Stein. Mit einem zweiten Stein leitest Du das vordere Ende des Zweiges nach oben (Mit dem Winkel aufpassen, wenn der zu klein wird, kann die Rinde einreißen). Das ganze machst Du im Frühjahr und wartest dann einfach ein Jahr. Dann sollte der Zweig an der Stelle, die den Boden berührt, Wurzeln bekommen haben, Du kannst die Verbindung zur Mutterpflanze trennen, und hast einen neuen Strauch.

Zur Vermehrung mit Stecklingen, Wurzelteilung hier noch ein Video (in Englisch):
http://www.youtube.com/watch?v=rtwwxBcIuvE
Zum Thema Schnellkomposter:

Es kommt darauf an, wie viel Zeit man für den Kompost hat. Wenn Du alle zwei Tage Zeit (nur ein paar Minuten, aber die musst Du auch investieren) hast, kannst Du einen heißen Kompost machen:

Der Kompost braucht auf jedenfall einen Schutz vor Regen (im Winter wirds bei uns sonst zu nass für den Prozess), wird dann allerdings zu trocken und Du must regelmäßig Wasser nachkippen.
Ich nehme da einfach gebrauchtes Putz- oder Spülwasser, das passt auch chemisch gut, um die bei der Kompostierung entstehenden Säuren abzubinden. Nebenbei ist der Kompost dann ein Kleinklärwerk, weil verdunstetes Wasser schließlich wieder sauberes Wasser ist.

Ich habe Billig-Komposter aus dem Baumarkt (ein Plastikbottich, oben eine Öffnung zum befüllen, unten eine, um den fertigen Kompost zu entnehmen). Dadurch, daß ich das Material im oberen Bereich alle zwei Tage wende, bekommt der Prozess genug Luft. Da ich Kleintierstreu habe (der ist ein idealer Kompoststarter), habe ich auf die Art den oberen Kompost 8 Monate im Jahr heiß. Man muss noch auf den Wassergehalt (feucht, nicht nass, optimalerweise wie ein halbausgewrungener Schwamm) und auf das Stickstoff/Kohlenstoff-Verhältnis achten. Das klingt jetzt schwieriger, als es ist: Wenn das Material zu viel Stickstoff hat, entwickeln sich Bakterien, die den abbauen. Das riecht dann etwas säuerlich. Wenn Du den Geruch wahrnimmst, verdünnst Du das ganze mit Material mit viel Kohlenstoff (z.B. Herbstlaub oder Pappe) und am nächsten Tag riecht es wieder nach Wald.
Auf die Art füllen wir den Bottich immer oben mit einer Mischung aus Kleintierstreu und Küchenabfällen und holen unten den Kompost heraus (im Sommer ist er nach 2-3 Monaten verwendbar, jetzt im Winter eher nach 4-5 Monaten)

Eine Freundin hat sich den Neudorff-Komposter zu Weihnachten schenken lassen. Der hat den Vorteil, daß er seitliche Löcher hat und so der untere Bereich besser belüftet ist. Dafür ist er aber deutlich teurer und wer hindert Dich, in einen billigeren Komposter Löcher zu bohren?

Es gibt, wenn nur wenig Zeit investiert werden soll, auch die Möglichkeit, die Kompostierung langsam und kalt vor sich gehen zu lassen. Dabei nimmst Du dann auf jeden Fall einen Überschuss an kohlenstoffhaltigem Material (z.B. Laub, Holzhäcksel) und sorgst dafür, daß der Kompost im Zweifel zu wenig Wasser, keinesfalls zu viel Wasser hat. So einen Kompost kannst Du monatelang liegen lassen, ohne zu kontrollieren. Nach einem Jahr kannst Du in der Regel das Ergebnis auch verwenden. Wenn Du etwas Regenschutz unter einem Strauch hast, reicht dafür ein offener Kasten aus Holzbrettern. Von Georg aus Münster habe ich den Tipp, daß man so einen Kasten einfach mit einem alten Teppich abdeckt, damit das Material nicht vernässt und dann den Winter über vergisst.

Um den Kompostierprozess zu verstehen, fand ich das Buch hier sehr gut:

Sir Albert Howard
Mein landwirtschaftliches Testament
Verlag olv, ISBN 3-922201-01-6
Rahel Schweikert schrieb:
YAKON:

Vorgezogene yakon-Pflanzen kann man im Frühling beziehen über:

http://himmelreichkraeuter.at/index.php?option=com_virtuemart&p...

Kosten 3.50€ pro Stück, leider zzgl. 14 € Versandkosten nach Deutschland (aus Österreich).

Die Knollen kann man alle aufessen, denn der Wurzelstock treibt im Frühling neu aus, wird kalt und frostfrei überwintert, d. h. in erde eingeschlagen oder im topf mit leichter erde oder Sand im Keller, evtl.bisschen feucht halten. kann dann auch geteilt und wieder eingepflanzt werden gegen Mai.

Yakon braucht humus- und nährstoffreichen Boden (düngen mit Kompost,), eine nicht zu große Grundfeuchtigkeit, wächst wie Topinambur auch im Halbschatten. Kommt aus Argentinien. Ist bei guter Pflege sehr ertragreich.




Weitere Infos in diesem Artikel über Yakon in der Zeit:
http://www.zeit.de/1998/48/Das_Inka-Gemuese?page=all

und hier:
http://www.botgarten.uni-mainz.de/aktuell/Pflanze%20der%20Woche/Sma...
Danke für den Tipp. Ich habe gelesen, daß man sie ab März vortreiben kann und werde mir mitte Februar welche bestellen. Willst Du auch welche? Ich bestell dann für Dich mit und schicke Dir ein Päckchen.
(Das gilt natürlich auch für andere, die das hier lesen und Interesse haben)

Rahel Schweikert schrieb:
Rahel Schweikert schrieb:
YAKON:

Vorgezogene yakon-Pflanzen kann man im Frühling beziehen über:

http://himmelreichkraeuter.at/index.php?option=com_virtuemart&p...

Kosten 3.50€ pro Stück, leider zzgl. 14 € Versandkosten nach Deutschland (aus Österreich).

Die Knollen kann man alle aufessen, denn der Wurzelstock treibt im Frühling neu aus, wird kalt und frostfrei überwintert, d. h. in erde eingeschlagen oder im topf mit leichter erde oder Sand im Keller, evtl.bisschen feucht halten. kann dann auch geteilt und wieder eingepflanzt werden gegen Mai.

Yakon braucht humus- und nährstoffreichen Boden (düngen mit Kompost,), eine nicht zu große Grundfeuchtigkeit, wächst wie Topinambur auch im Halbschatten. Kommt aus Argentinien. Ist bei guter Pflege sehr ertragreich.




Weitere Infos in diesem Artikel über Yakon in der Zeit:
http://www.zeit.de/1998/48/Das_Inka-Gemuese?page=all

und hier:
http://www.botgarten.uni-mainz.de/aktuell/Pflanze%20der%20Woche/Sma...
Klar, brauch aber nur ganz wenig - zwei, drei Pflänzchen. Wo bestellst du die Knollen/ Wurzeln denn?

Thomas Oberländer schrieb:
Danke für den Tipp. Ich habe gelesen, daß man sie ab März vortreiben kann und werde mir mitte Februar welche bestellen. Willst Du auch welche? Ich bestell dann für Dich mit und schicke Dir ein Päckchen.
(Das gilt natürlich auch für andere, die das hier lesen und Interesse haben)
Hallo Thomas

Ich würd auch mitmachen
weißt Du wie viel Platz eine Pflanze ungefähr braucht?

Liebe Grüße
Hannes

Thomas Oberländer schrieb:
Danke für den Tipp. Ich habe gelesen, daß man sie ab März vortreiben kann und werde mir mitte Februar welche bestellen. Willst Du auch welche? Ich bestell dann für Dich mit und schicke Dir ein Päckchen.
(Das gilt natürlich auch für andere, die das hier lesen und Interesse haben)

Rahel Schweikert schrieb:
Rahel Schweikert schrieb:
YAKON:

Vorgezogene yakon-Pflanzen kann man im Frühling beziehen über:

http://himmelreichkraeuter.at/index.php?option=com_virtuemart&p...

Kosten 3.50€ pro Stück, leider zzgl. 14 € Versandkosten nach Deutschland (aus Österreich).

Die Knollen kann man alle aufessen, denn der Wurzelstock treibt im Frühling neu aus, wird kalt und frostfrei überwintert, d. h. in erde eingeschlagen oder im topf mit leichter erde oder Sand im Keller, evtl.bisschen feucht halten. kann dann auch geteilt und wieder eingepflanzt werden gegen Mai.

Yakon braucht humus- und nährstoffreichen Boden (düngen mit Kompost,), eine nicht zu große Grundfeuchtigkeit, wächst wie Topinambur auch im Halbschatten. Kommt aus Argentinien. Ist bei guter Pflege sehr ertragreich.




Weitere Infos in diesem Artikel über Yakon in der Zeit:
http://www.zeit.de/1998/48/Das_Inka-Gemuese?page=all

und hier:
http://www.botgarten.uni-mainz.de/aktuell/Pflanze%20der%20Woche/Sma...
Zum Yakon:

@Rahel: Ich bestell die dann bei der örsterreichischen Adresse, für Dich sind 3 Stück vorgemerkt.

@Hannes: Wegen Abstand: Hortipedia schreibt, sie werden 1,5m hoch und 1m breit. Gegebenenfalls muss man also aufpassen, daß Nachbarpflanzen, die einem wichtig sind und Sonne brauchen, nicht im Vollschatten landen. Wie viele möchtest Du?
Dann nehm´ ich 6 Stück

toll, dass Du ´ne Sammelbestellung organisierst

Thomas Oberländer schrieb:
Zum Yakon:
@Rahel: Ich bestell die dann bei der örsterreichischen Adresse, für Dich sind 3 Stück vorgemerkt.
@Hannes: Wegen Abstand: Hortipedia schreibt, sie werden 1,5m hoch und 1m breit. Gegebenenfalls muss man also aufpassen, daß Nachbarpflanzen, die einem wichtig sind und Sonne brauchen, nicht im Vollschatten landen. Wie viele möchtest Du?
@Thomas: Möchte doch lieber nur 2 Stück, da die so groß werden. Ich hab die Dame am Telefon übrigens so verstanden, dass man dort nur Pflanzen beziehen kann, die schon vorgezogen sind, keine Knollen/ Wurzelstöcke, ist dir das bewusst?
Vielen Dank für Sammelbestellung!
Hallo Thomas!

wie läuft´s? hast Du bestellt oder machst Du es noch?

Viele Grüße
Hannes

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Aus Wikipedia.org: Was sind Transition Towns / Initiativen?

Im Rahmen des Transition Town Movement (etwa "Bewegung für eine Stadt des Übergangs/Wandels") proben seit 2006 Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden der Welt den geplanten Übergang in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft. Die Bewegung, initiiert von dem irischen Permakulturalisten Rob Hopkins, lässt sich dem v.a. in den USA weit verbreiteten Gedanken des "Eco-Communalism" zuordnen, einer Umweltphilosophie, die angesichts schwindender Rohstoffe und negativer ökologischer Auswirkungen der Globalisierung die Idee des "einfachen Lebens", der Regional- bzw. lokalen Wirtschaft sowie der Nachhaltigkeit und der wirtschaftlichen Selbstversorgung propagiert. Eine wichtige Rolle spielen auch die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die es insbesondere landwirtschaftlichen, aber auch allgemein-gesellschaftlichen Systemen ermöglichen sollen, so effizient und energiesparend zu funktionieren wie ein natürliches Ökosystem.

© 2013   Erstellt von Gerd Wessling.

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