Hat der Klimawandel schon aufgehört? Das Gegenteil ist leider der Fall, 

Der Klimawandel geht leider weiter:

  • die Erwärmung geht zum grossen Teil in die Ozeane: siehe Graphik unten;
    mal mehr in die Atmosphäre, mal weniger, je nach Ozeanströmungen/El Nino.
  • Jetstream verändert sich: schwächer durch weniger arktisches Eis (Graphik unten)
    • stationärer: begünstigt langfristige (Extrem-)Wetterlagen
    • mäandert mehr: mehr Kaltluft im Süden, mehr warme im Norden
  • Mehr Wärme heisst: mehr Wasser(dampf)/Energie in der Luft: mehr Dürre/ Starkregen/ Sturm (bis die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist, dauert es länger, aber wenn es dann schliesslich regnet, dann umso heftiger, seit den 70ern 4% mehr Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre). Siehe Graphik unten.

---

Kurze, sehr gute Zusammenfassung auf die häufigsten Fragen zum Klimawandel:
http://www.skepticalscience.com/docs/Guide_Skepticism_German.pdf

Hervorragender Video-Vortrag von Prof. Helga Kromp-Kolb über den Klimawandel,
gehalten bei der LMU-Ringvorlesung zum Klimawandel:
http://videoonline.edu.lmu.de/node/3872 

Bei weiteren Fragen zum menschengemachten Klimawandel:
http://www.skepticalscience.com (englisch, sehr aktuell; teilweise deutsch)
http://www.klimafakten.de (deutsch; auch Dossiers)

Daten des Umweltbundesamtes zum Klimawandel:
http://www.umweltbundesamt.de/daten/klimawandel

Weitere Links und Hinweise unten und als Antwort auf diese Diskussion.

Siehe auch:
-->Peak-Oil - Link-Sammlung, hier im Forum
-->Umweltberichte internationaler Organisationen, Link-Sammlung hier im Forum

---

 

Bild: Wohin geht die Klimaerwärmung ( http://www.skepticalscience.com/graphics.php?g=65 )

---

Bild: Auswirkung Jet-Stream (Quelle: http://www.skepticalscience.com/jetstream-guide.html )

---

Bilder:
1) Mittlere weltweite Temperatur und Einflüsse von El Nino/La Nina (ENSO) und Vulkanen (-->NASA)
2)Erwärmung, Berücksichtigung der Einflüsse ( http://www.skepticalscience.com/graphics.php?g=52 )

---

Bild: Statistische Zunahme der weltweiten Wetterextreme
(NASA: http://www.giss.nasa.gov/research/briefs/hansen_17/ )

---

Bild: Klimaentwicklung über lange Zeiträume und -->A1B-Prognose bis 2100:
ganz links die letzte Eiszeit, ab -8000 der relativ stabile Zeitraum, in dem sich
die heutige menschliche Zivilisation entwickelt hat ... 

Quelle: http://www.skepticalscience.com/the-two-epochs-of-marcott.html

---
Bild: Entwicklung des arktischen Meereises in der näheren Vergangenheit
(Ausdehnung des Eises heute mit Satelliten; früher: Sedimente am Meeresboden) 
---

-----------------------------------------------------------------

Bewegt-Graphiken für Skeptiker:

Quelle: http://www.skepticalscience.com/graphics.php?g=47 

 

--- 

Links zum Klimawandel:

Wissenschaft:
- IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change): http://www.ipcc.ch
- Links zu anderen Klima-Forschungsinstituten: http://klima-media.de/who-is-who
- NASA Daten: http://data.giss.nasa.gov/gistemp
- FAQs des IPCC AR4 reports:http://www.ipcc.ch/publications_and_data/ar4/wg1/en/faqs.html
- The physical science basis: http://www.ipcc.ch/publications_and_data/ar4/wg1/en/ch2.html
- Geschichte (eng.): http://www.aip.org/history/climate/index.htm

Populärwissenschaftliche Einführungen, Nachrichten:
- Klimagrundlagen (Wikipedia): http://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erwärmung
- Klima-Videos: http://www.klimazeitreise.de/videos.html (danke YouMe)
- Kipp-Punkt Videos: http://knowledge.allianz.com/climate_tipping_points/climate_de.html
- Klimagrundlagen:http://www.greenpeace.de/themen/klima/klimawandel/artikel/fragen_un...
- Klimanachrichten: http://www.klimaretter.info
- Klimalexikon: http://klimaretter.info/tipps-klima-lexikon
Vertrauenswürdigkeit:
- Glaubwürdigkeitsspektrum: http://climatesight.org/the-credibility-spectrum 
- Analyse von Skeptiker-Argumenten (auch deutsch): http://www.skepticalscience.com
http://www.informationisbeautiful.net/visualizations/climate-change...
- How to Talk to a Climate Skeptic: http://gristmill.grist.org/skeptics (eng)
- Wissenschaftliche Untersuchung des Konsenses (97%): http://theconsensusproject.com
- Desinformationskampagne der Öl/Kohle-Industrie: http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/182503
- Rahmstorf antwortet Storch: http://www.handelsblatt.com/technologie/umwelt-news/klimaforschung-...

Risiko orientierte Sicht:
Greg Craven Videos: http:\\manpollo.org

 

Kontroverse Diskussion um den Klimawandel

Die menschengemachte Klimaerwärmung und -destabilisierung ist ein intuitiv schwer erfaßbares Thema
, da es um kleine statistische Änderungen in relativ großen Zeiträumen geht, im Vergleich zu den täglichen und jahreszeitlichen Schwankungen. Die statistischen Änderungen werden zudem noch durch halbzyklische Faktoren wie El Nino (ENSO), Arktische Oszillation (AO) und den 11-jährigen Sonnen-Aktivitätszyklus überlagert.

Augenschein, Glaube oder Verschwörungstheorien helfen hier nicht weiter.Wissenschaft ist ein ergebnisoffener Erkenntnisprozess, der nicht perfekt ist und in dem es menschelt, aber in dem letztlich überprüfbare Argumente zählen. Wissenschaftlich wurden alle skeptischen Argumente bereits diskutiert, siehe http://www.skepticalscience.com/translation.php?lang=6 .

[image]
Bild: Globale Temperatur vs. Solare Aktivität (TSI)
Quelle: http://www.skepticalscience.com/solar-activity-sunspots-global-warm...

Selbsternannten Klimaexperten, die früher das Krebsrisiko von Rauchen leugneten (siehe Aktikel im Spiegel: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,721168,00.html ) vertraue ich jedenfalls weniger als den etablierten Wissenschaftsinstitutionen, die zwar träge sind, aber nicht jede ungesichtere oder gar widerlegte Behauptung nachplappern und von daher weit oben in der Glaubwürdigkeitsskala stehen: http://climatesight.org/the-credibility-spectrum/

Ölkonzerne wie Exxon-Mobil usw. investieren seit vielen Jahren jährlich Millionen Dollar in Skeptiker-Lobbyarbeit, d.h. in die systematische Diskreditierung von Wissenschaft und Wissenschaftlern, damit ihre Multimilliardengewinne nicht gefährdet werden: http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/182503 . Natürlich brauchen wissenschaftliche Institute auch Geldmittel um zu arbeiten, aber eine oft von Skeptikern ins Feld geführte weltweite "Wissenschaftsverschwörung" ist bei weitweit konkurrierenden Instituten und Staaten nicht plausibel: warum sollten sich USA, Europa, China, Russland, Japan, Indien, Brasilien, ... an einen hinderlichen Tisch setzen, wenn sie nicht denken, es sei nötig? Weil sie ihre eigenen Wissenschaftler manipuliert haben? Das wäre zu widersprüchlich. (2008 gaben Interessensgruppen vornehmlich aus der Öl- und Kohleindustrie rund 90 Millionen US-Dollar für Klimalobbying aus. Auf jeden US-Abgeordneten kamen vier Klimalobbyistenhttp://www.sueddeutsche.de/wissen/klima-szenarien-wie-werden-unsere... ). Der Jahresgewinn 2008 von Exxon-Mobil allein waren 45 Milliarden US$, das sind 45000 Millionen US$ (http://de.wikipedia.org/wiki/Mineral%C3%B6lunternehmen ). Und mit 477 Milliarden Dollar Umsatz in 2008 ist Exxon-Mobil klein im Vergleich zu den "Familien"-Unternehmen der Öl-Diktaturen in Saudi-Arabien und anderswo: "Mit geschätzten 781 Milliarden US-Dollar Unternehmenswert war Saudi Aramco laut McKinsey im Dezember 2005 das wertvollste Unternehmen der Welt.[3]" ( http://de.wikipedia.org/wiki/Saudi_Aramco ).

Bei den Medien muss man sehr vorsichtig sein: warum sollte z.B. ein emeritierter Physiker, der aus einer Gesellschaft von 48000 Physikern austritt, die ganze Klimawissenschaft erschüttern? Die Medien verbreiten leider aus Auflagegründen gerne ungesicherte spektakuläre kontroverse oder sogar wissenschaftlich widerlegte Einzelmeinungen (untermalt mit ein paar schönen und spektakulären Bildern), setzen ein Fragezeichen hinter die Schlagzeile und sind rechtlich aus dem Schneider. Die Rechnung zahlen, wir (es gibt bereits Klimaflüchtlinge), unsere Kinder, Enkel, Urenkel, usw., wenn sich solche wissenschaftlich widerlegten Stimmungsmeinungen in Politik verwandeln.

Risikoorientiere Sicht auf den Klimawandel


Öl wird sowieso nicht mehr lange verbrannt werden, weil billiges Öl mittelfristig nicht mehr zur Verfügung steht: es gehen bei den Teersanden jetzt schon 30% der Energie für die Förderung verloren, mal ganz angesehen von den immer katastrophaleren Umweltschäden bei der Förderung (Tiefsee, ...). Wenn wir uns früher vom Öl wegentwickeln, vermeiden wir einen Absturz der Wirtschaft, der irgendwann der Schmiersaft fehlt  ...

Das eigentliche Problem sind Kohle und unkonventionelle Öle/Gase, denn davon liegt leider noch viel im Boden. Bei der Kohle ist daher staatliche Regulierung notwendig, und national einfach möglich, über Stop des Kraftwerkbaus. Eine fossile und atomare Energie-Quellensteuer, die 100% in Energiesparen investiert wird oder zu 100% an die Bürger zurückgegeben wird pro Kopf gleich verteilt wird, könnte die Welt um hunderte von Milliarden Dollar pro Jahr bereichern, denn die Sonne ist nach der Solarinstallation kostenlos (bis auf die Wartungskosten). Weiter würde weniger Quecksilber, Russ, Schwerpmetalle in die Luft geblasen ...

Was also passiert, wenn es den menschengemachten Klimawandel doch nicht gibt und wir handeln trotzdem?
- wir sparen früher die (Öl/Kohle-)Kosten ein
- wir verschmutzen die Umwelt früher weniger
- wir verhindern einen Wirtschaftscrash durch zu teueres Öl (Transporte nicht mehr bezahlbar, Produktion erlahmt, ...), neben dem die Finanzkrise lächerlich wirken wird (weil nicht nur Papierwerte weg sind, nach deren Bereinigung es weitergehen kann wie vorher, sondern weil Öl fehlt)

Was passiert hingegen, wenn es den menschengemachten Klimawandel gibt (wie es die aktuelle Klima-Forschung bestätigt), und wir handeln nicht? Dann wird durch den Meeresspiegelanstieg ein großer Teil der menschlichen Infrastruktur vernichtet, viele Arten werden aussterben, noch mehr Menschen als heute werden durch Dürren und zunehmend intensivere Stürme sterben, usw.

Warum die beiden Alternativen überhaupt noch diskutiert werden und der Klimawandel so ein kontroverses Thema ist, ist mir persönlich unklar ...

Mit der risikoorientierten Sicht hat sich der Physik-Lehrer Greg Craven umfangreich auseinander gesetzt und Videos produziert, von denen das bekannteste Millionen von malen angesehen wurde: http:\\manpollo.org

Psychologie und Klimawandel

Artikel von George Marschall (GEO 12-2007: "Wissen 2+, Fleiß: 5, Warum es uns gelingt den Klimawandel zu verdrängen", der die psychologische Sicht betrachtet. Er führt nach einer Darstellung der in der Evolution erworbenen Problemlösungsfähigkeiten des Menschen aus: "Die Menschheit kann schwer gegen Gefahren vorgehen, die unsichtbar sind, die in der Zukunft liegen, die komplexe Ursachen haben und langfristige sowie unklare Folgen haben".

Bericht von George Monbiot über eine psychologische Studie des WWF: "... Instead of performing a rational cost-benefit analysis, we accept information which confirms our identity and values, and reject information that conflicts with them. We mould our thinking around our social identity, protecting it from serious challenge. Confronting people with inconvenient facts is likely only to harden their resistance to change. ..."http://www.monbiot.com/archives/2010/10/11/the-values-of-everything/

Kognitive Dissonanz bezeichnet in der Sozialpsychologie einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand, der dadurch entsteht, dass ein Mensch mehrere Kognitionen hat – Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten – die nicht miteinander vereinbar sind (Störgefühl). Ist die Dissonanz stark genug, kann ihre Bekämpfung eine dauerhafte Änderung von Einstellungen und Verhalten herbeiführen. Starke Dissonanz entsteht insbesondere bei einer Gefährdung des stabilen, positiven Selbstkonzepts, wenn also jemand Informationen bekommt, die ihn als dumm, unmoralisch oder irrational dastehen lassen - was die Alltagssprache als peinliche Momente bezeichnet.
...
Kognitive Dissonanz motiviert Personen, die entsprechenden Kognitionen miteinander vereinbar zu machen, wobei unterschiedliche Strategien benutzt werden, wie beispielsweise Verhaltensänderungen oder Einstellungsänderungen. Falls nötig werden die eigenen Überzeugungen und Werte geändert, was über temporäre Rationalisierungen weit hinausgeht. Der Begriff wurde 1957 von Leon Festinger geprägt, der sowohl die Entstehung als auch Auflösung von kognitiver Dissonanz theoretisch formulierte. Seither wurde die Theorie in mehreren hundert Experimenten bestätigt.
...
http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz

 

[image]
Bild: Komplexität des Klimawandels, Energieflüsse

Quelle: FAQs des IPCC AR4 reports:
http://www.ipcc.ch/publications_and_data/ar4/wg1/en/faqs.html
IPCC, 2007: Climate Change 2007: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Fourth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [Solomon, S., D. Qin, M. Manning, Z. Chen, M. Marquis, K.B. Averyt, M.Tignor and H.L. Miller (eds.)]. Cambridge University Press, Cambridge, United Kingdom and New York, NY, USA.

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Antworten auf diese Diskussion

Aktion zum breiten wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel

http://www.skepticalscience.com/97-hours-of-consensus-caricatures-q...

Climate scientists from across the globe feature in our 97 Hours of Consensus campaign addressing one of the most significant and harmful myths about climate change. Each hour, beginning at 9am Sunday EST, September 7th, we'll publish a statement and playful, hand-drawn caricature of a leading climate scientist. Each caricature lists the scientists’ name, title, expertise and academic institution.

97 Hours of Consensus communicates the fact that 97% of climate scientists have concluded that humans are causing global warming. The research, conducted by scientists at The University of Queensland’s Global Change Institute, University of Reading, Michigan Technological University and Memorial University of Newfoundland found that 97% of relevant climate papers endorsed human-caused global warming. The paper was published in the academic journal Environmental Research Letters in May 2013.

...

http://www.skepticalscience.com/97-hours-of-consensus-caricatures-q...

Curbing climate change requires "complete transformation" - UNEP official

Kaveh Zahedi, regional director and representative for Asia and the Pacific at the United Nations Environment Programme (UNEP)

Q: What do we need to do to avoid such worst-case scenarios?

A: We’re talking about a fundamentally different approach to our economies, to our development, to our energy use and the type of energy we use: a complete transformation. …

http://www.trust.org/item/20141003105032-a596h 

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