Transition Initiativen in D/A/CH

Transition Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

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Zum Jahrestag der ASPO ein Interview

von http://www.klimaretter.info mit Werner Zittel (ASPO):

Link: --> "Peak Oil ist jetzt"

"... Die Saudis setzten hingegen auf einen moderaten Ölpreis, auch damit die Entwicklung alternativer Energien nicht zu schnell gehe. ..." 

http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/rohstoffe/ro...

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» Peak Oil liegt schon hinter uns «

Wie man’s nimmt. Die Antwort findet sich, wie so oft, im Kleingedruckten. Betrachtet man nur konventionelles Rohöl im engeren Sinn („Crude & Field Condensates“), dann stagnieren die Förderkapazitäten seit 2005. Das wird noch ein paar Jahre so bleiben. Anschließend werden diese Fördermengen unaufhaltsam schrumpfen. Aber das gesamte Ölangebot steigt immer noch an und liegt derzeit mit 89 Millionen Fass pro Tag auf einem Allzeithoch. Dazu gehören nicht nur das erwähnte eng definierte Rohöl, sondern auch die Liquids aus Erdgasfeldern (NGL), Schwerstöl aus Ölsanden, Öl aus Kohle oder Erdgas, Schieferöl und Biokraftstoffe.

Ein Maximalangebot von etwa 94 Millionen Fass pro Tag wäre heute möglich, wenn Libyen und Saudi-Arabien uneingeschränkt förderten. Bei einer Größenordnung zwischen 95 und 105 Millionen Fass pro Tag wird aber auch hier der Gipfel erreicht sein, denn konventionelle Ölfelder versiegen immer schneller, während die Alternativen nur sehr mühsam und langsam zulegen. Der Öl-Peak liegt also noch vor uns. Zwischen 2015 und 2025 wird es wohl so weit sein, je nachdem, wie schnell die großen irakischen Felder und die Tiefsee vor Brasilien erschlossen werden. Das wäre eine historische Zäsur, denn noch nie in der Menschheitsgeschichte ist ein wichtiger Rohstoff irreversibel knapp geworden.

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» Der Ölmarkt ist ein Rohstoffmarkt wie jeder andere «

Klingt nach einer Selbstverständlichkeit, stimmt aber nicht. Der Ölmarkt ist ebenso sehr eine politische Veranstaltung und vor allem ein Finanzmarkt. Ich würde ihn als Hybridmarkt bezeichnen. Sein Charakter ändert sich ständig, je nach politischer Lage, je nach Spekulationsneigung, manchmal innerhalb weniger Stunden. An den großen Ölbörsen in New York und London sowie im bilateralen Handel zwischen den Marktteilnehmern wird Öl wie ein Wertpapier gehandelt. Es handelt sich um Terminkontrakte, also Lieferansprüche zu einem bestimmten Datum. Das tägliche Volumen dieser Transaktionen ist im Schnitt um den Faktor 20 größer als die physische Ölförderung.

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Mehr/Quelle: https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/ip-die-zeitschrift/archiv/jahrga...

10 Jahre ASPO (Videos der Vorträge der Konferenz):
http://www.peakoil.net/the-10th-aspo-conference-in-vienna-on-youtube

Den Vortrag von Nate Hagens hab ich mir angesehen und fand ihn sehr interessant.
Er verwendet auch das Wort Transition ...

Technik-Märchenstunde der Öl-Industrie und ihre Widerlegung:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/ressourcenknappheit-wie-lange-der...

Folgender Beitrag könnte auch beim Thema -->Klimawandel stehen:

IEA (International Energy Agency): World Energy Outlook 2012

http://www.worldenergyoutlook.org/publications/weo-2012/#d.en.26099

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Die ASPO wählt folgendes Zitat aus:

"The net increase in global oil production is driven entirely by unconventional oil, including a contribution from light tight oil that exceeds 4 mb/d for much of the 2020s, and by natural gas liquids ... The vulnerability of the energy sector to water constraints is widely spread geographically, affecting, among others, shale gas development and power generation in parts of China and the United States, the operation of India’s highly water-intensive fleet of power plants, Canadian oil sands production and the maintenance of oil-field pressures in Iraq."

http://aspo-deutschland.blogspot.de/2012/11/iea-world-energy-outloo...

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Klimaretter-Artikel über den IEA World Energy Outlook 2012 (Deutsch):

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Die traurige Botschaft der Energieagentur: "Die fossilen Rohstoffe werden im globalen Energie-Mix vorherrschend bleiben." Das liegt vor allem an den immensen Subventionen, die nach wie vor in den fossilen Sektor fließen. Allein von 2010 zu 2011 sind sie den IEA-Angaben zufolge weltweit um 30 Prozent gestiegen: auf unvorstellbare 523 Milliarden Euro. Das ist – bei allem Gerede um die glorreiche Zukunft der Erneuerbaren – sechs Mal mehr Geld, als Sonne, Wind, Wasser und Co. weltweit als Unterstützung zufließt. Auch was das für die globale Erwärmung bedeutet, schreibt die IEA: Sie rechnet angesichts dieser Zahlen mit einer durchschnittlichen Erwärmung um 3,6 Grad Celsius. Damit würde die Staatengemeinschaft ihr beim UN-Klimagipfel in Cancún einstimmig beschlossenes Ziel deutlich verfehlen. Das nützt es auch nichts, dass die Erneuerbaren der Prognose zufolge bis 2015 zur zweitgrößten Stromquelle aufsteigen werden.

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http://www.klimaretter.info/energie/hintergrund/12421-energiebedarf...

Nach Fracking und Teersanden (siehe Beitrag oben) nun auch noch Methan-Hydrate:
http://www.washingtonpost.com/business/looks-like-ice-burns-like-a-...

Manchmal denke ich, dass Peak Oil nicht das akutere von beiden Problemen (Energie, Klima) ist. Es ist egal, welches das akutere Problem ist: beide erfordern dasselbe: weg von den fossilen Energien. Für die heutigen Menschen unangenehmer wäre ein baldiges Peak Oil, aber für die zukünftigen Menschen wäre es besser, denn dann ist die Änderung erzwungen: ein zu spätes Peak Oil erzwingt keine rechtzeitige Beschränkung des Klimawandels auf kontrollierbare Bahnen. Aber wer weiß, vielleicht ist das ja alles zu "schön"-färberisch oder es gibt einen Krieg im Persischen Golf, dann wird das Öl extrem schnell knapp.

GEA (Global Energy Assessment) - Report

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung zu Globalen Umweltveränderungen (WBGU) und das in Österreich ansässige International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) haben gestern ihren globalen Energiebericht an Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) übergeben. Der Global Energy Assessment (GEA) genannte Bericht geht der Frage nach, wie der Umbau der Energiesysteme hin zu mehr Nachhaltigkeit in Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern zu bewerkstelligen ist. Das Ergebnis ist durchweg positiv: Laut GEA ist die "Transformation" auf 41 der 60 untersuchten Pfade "machbar" und bringt zudem "viele Vorteile".

http://www.klimaretter.info/forschung/nachricht/12654-41-pfade-zur-...

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Download von GEA:

http://www.iiasa.ac.at/web/home/research/researchPrograms/Energy/Ho...

Prof. Niko Paech über postfossile Postwachstumsökonomie

Die Zieglersche Ökozahl:

"Wolfram Ziegler hat in einer Studie, in welcher der anthropogene Ausfall biologischer Arten als wichtiger Hinweis für die technisch-zivilisatorische Überbelastung der natürlichen Systeme gewertet wird, die interessante These vertreten, daß der anthropogene und letztlich thermische durchschnittliche Energiefluß pro Zeit- und Flächeneinheit effektiv als Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung geeignet sei. Für Mitteleuropa kommt er hierbei auf eine maximale Grenzbelastung von 160 ± 20 kW/km2 oder 0,16 ± 0,02 W/m2.

Es ist interessant, diese ermittelte Grenzbelastung mit der in Deutschland im Mittel am Boden einfallenden Sonnenstrahlung von 116 W/m2 zu vergleichen. Die Grenzbelastung liegt hierzu bei etwa einem Promille.

Aufschlußreicher erscheint vielleicht ein Vergleich mit dem früher abgeschätzten Mittelwert für die sonnen-induzierte Biomasse von etwa 0,65 W/m2 (also etwa 0,5 % im Vergleich zur am Boden ankommenden Sonnenstrahlung). Dies bedeutet, dass der ökologisch maximal verträgliche kommerzielle Energieumsatz bei etwa einem Fünftel der im Mittel durch Sonnenenergie gebildeten Biomasse liegt. Für den Globus ließe sich daraus eine Grenzbelastung durch anthropogene, technisch aufbereitete Energieumsätze in Höhe von insgesamt 8 TW extrapolieren.

aus: Hans Peter Dürr 1993 Zukunft S. 161"

In seinem Artikel "Die 1,5 kW-Gesellschaft" setzt Prof. Dürr obige zieglersche 20% "zulässige" (Sonnen-) Energie bzw. 8 TW bei (damals) 5,5 Mrd Weltbevölkerung in Relation zu damaligen Konsumzahlen: nachhaltig wäre demnach der Lebensstandard eines Schweizers im Jahre 1969. Heute sind wir schon 7 Milliarden Menschen und viele leben längst nicht mehr wie die Schweizer in den 50ern und 60ern ...

http://gcn.de/download/D15KW.pdf 

Studie zur Energiezukunft für Shell:

Shell glaubt nicht an Öl-Zukunft.

http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/13166-shell-glaubt-ni...

Interessant finde ich folgenden Ausschnitt aus der Studie:

Fracking zögert Peak Fossil laut einem Bericht der Energy Watch Group nur um wenige Jahre hinaus:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/studie-ueber-fossile-ressourc...

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Direkter Link zum Bericht der Energy Watch Group (178 Seiten):

http://www.energywatchgroup.org/fileadmin/global/pdf/EWG-update2013...

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Ich will ja dran glauben, aber da ich mir nicht sicher bin, ob die Industrie/Staaten mit Öl unter arktischem Eis, ... noch mal einen drauflegen, denke ich, man darf den Klimawandel als Motivation nicht aus den Augen verlieren: dieser geht unvermindert weiter, egal wie der Winter gerade ist: die meiste Energie geht in den Ozean, und der wälzt auch manchmal Wasser um (La Nina Kälteperioden), siehe http://www.skepticalscience.com/new-research-confirms-global-warmin... 

Oil Industry likely Triggered Big 2011 Oklahoma Earthquake, Scientists Find

A 2011 earthquake in Oklahoma, the most powerful ever recorded in the state, can probably be blamed on the oil industry, according to new research by university and federal scientists.

The 5.7-magnitude quake and a string of smaller quakes that rocked central Oklahoma in November 2011 appear to have been induced by oil-drilling wastewater being pumped into the ground at high pressure. That’s the conclusion of a study published Tuesday in the journal Geology.

http://earthfirstnews.wordpress.com/2013/03/27/oil-industry-likely-...

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Aus Wikipedia.org: Was sind Transition Towns / Initiativen?

Im Rahmen des Transition Town Movement (etwa "Bewegung für eine Stadt des Übergangs/Wandels") proben seit 2006 Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden der Welt den geplanten Übergang in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft. Die Bewegung, initiiert von dem irischen Permakulturalisten Rob Hopkins, lässt sich dem v.a. in den USA weit verbreiteten Gedanken des "Eco-Communalism" zuordnen, einer Umweltphilosophie, die angesichts schwindender Rohstoffe und negativer ökologischer Auswirkungen der Globalisierung die Idee des "einfachen Lebens", der Regional- bzw. lokalen Wirtschaft sowie der Nachhaltigkeit und der wirtschaftlichen Selbstversorgung propagiert. Eine wichtige Rolle spielen auch die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die es insbesondere landwirtschaftlichen, aber auch allgemein-gesellschaftlichen Systemen ermöglichen sollen, so effizient und energiesparend zu funktionieren wie ein natürliches Ökosystem.

© 2013   Erstellt von Gerd Wessling.

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