Transition Initiativen in D/A/CH

Transition Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

"Kochen mit Bioabfällen und dabei Kohle produzieren


von Lukas Bühler und Hans-Peter Schmidt
 

Kartoffelschalen, Olivenkerne und Essenreste müssen nicht im Abfall landen, sondern können direkt als Brennstoff für moderne Kochherde verwendet werden. Gerade in vielen Ländern der Dritten Welt,
wo noch auf offenen Holzfeuern gekocht wird, könnte kostbares Holz
gespart und zugleich gesundheitsschädigenden Russemissionen verhindert
werden. Als Rückstand  des Kochens ensteht wertvolle Biokohle.

 

 

Das Kochen von Gemüse und Fleisch gehört zu den ältesten Errungenschaften der Menschheitsgeschichte. Gemäß Richard Wranghams höchst plausibler Theorie hat sogar das Kochen den Menschen überhaupt erst zum Menschen gemacht. Wann genau unsere Vorfahren zu kochen
begonnen haben, darüber besteht unter den Wissenschaftlern noch Streit.
Doch egal, ob es nun 700 000 Jahre oder über eine Millionen Jahre her
sein mag, sicher ist, dass die Menschen die allerlängste Zeit ihrer
Geschichte am Holzfeuer gekocht haben."

 

aus Ithaka-Journal

 

 

Wieder eine Idee für einen Workshop

 

Heute erreichte mich im Selbstversorgerforum folgender Aufschrei, nachdem ich die Kosten gepostet hatte:

 

ich werd verrueckt :bang: das geld liegt wohl auf der strasse :ohoh: der kocher besteht aus 2 blechbehaeltern, die inneinander passen. :daumen: ist ein kinderspiel und dauert 10 minuten, den zu bauen :daumen:

http://www.google.co.uk/imgres?imgurl=http://www.solarberg.ch/attac...
lg.guenther
Ich hab ihn gebeten, uns ein Probeexemplar zukommen zu lassen.

Seitenaufrufe: 3388

Antworten auf diese Diskussion

Hallo! Zum Dosendesign "Everythingnice stove" ein paar Tips: Es ist gut, wenn die äussere Dose 16  mm grösser ist als die innere. Also der Spalt 8 mm. Die äussere muss keinen Deckel haben, man kann sie ja auch umgedreht positionieren. Dann benötigt man auch keine Lufteinlasslöcher, sie muss nur auf Klötzchen o.ä. stehen, so, dass unten Luft reinkommt. Die Klötzchen so bemessen, dass der Spalt Rand kleine Dose-Boden grosse Dose 8 mm ist. Die Sauglöcher (Durchmesser 4 mm, Abstand Mitte-Mitte 7 mm) in der inneren Dose sollten etwas oberhalb des Randes der grossen, auf Klötzchen stehenden Dose sein. Wichtig ist, dass das Brennloch im Boden der grossen Dose nicht grösser als der halbe Durchmesser der inneren Dose ist. Es geht gut mit Holzhackschnitzeln, die man vorher getrocknet hat (drinnen flach ausbreiten und warten)

Ich bau auch grad Kocher, die werd ich auch anbieten. Die müssen dann aber besser sein, als das Dosendesign. Insbesondere sollen sie einen Nachbrenner haben, der mit Petroleum oder Rapsöl läuft und die  Kohle weiter erhitzt, bevor die Flamme ausgeht, damit am Ende kein Teer mehr in der Kohle ist. Ausserdem aus Niro und zum Heizofen weiterentwickelbar. Ich sag dann bescheid. Gruß!

Hmmm,dieses Kinderspiel dauert jetzt schon ziemlich lange...

Ich hätte auch gerne einen Pyrokocher und es scheint hier doch einige Maximierungsversuche zu geben,

doch leider noch keine Ergebnisse oder ?

was ist denn aus der Bestellung geworden ?

Und was ist nun mit dem Kocher made in Hamburg ?

Die Bestellung über Indien ist sehr teuer.  Und Gepa ist nicht an der Aufnahme ins Programm interessiert, deshalb bleibt Dir nur die Selbstbauvariante. Anleitung ist ja vorhanden.

LG
Bettina

Hallo Rainer,

ich habe in der Zwischenzeit bei einem Schweizer nen verbesserten Kocher bestellt. Der hat bereits Kocher für Haiti fürs Krisengebiet gebaut und tüftelte den ganzen Winter an einem stabilen Modell mit 6 l Fassungsvermögen (Biomasse) und 1,5kW Leistung. Der kostet dann allerdings in der Nullserie ca.300.-€...

L.G.

Susanne

Hallo Susanne,

vielen Dank für die Alternative!

Welcher Schweizer? Vielleicht bekommen wir ja bei dem eine Sammelbestellung hin und können so den Preis der Nullserie etwas herunterbekommen?

LG

Thomas

Hi Thomas,

der heißt Stephan Gutzwiller (www.kaskad-e.ch)
und ist mit Leib und Seele an dem Thema dran... Ich kann gerne mal mit Ihm sprechen, was er für Möglichkeiten sieht.

Noch als Zusatzinfo. Der neue Kocher soll folgende verbesserungen beinhalten:

-      Grösse: der Kocher ist viel grösser, er fasst ca. 6 Liter Biomasse und hat eine Leistung im Topf von rund 1.5 kW

-      Stabilität: viel stabiler, da ja eine Pfanne aufgesetzt werden können muss

-      Kamin: zusätzlich ein Kamin, um den nötigen Luftzug zu erreichen und die Pyrolysegase auszubrennen (bessere Abgaswerte)

-      Zuführung der Sekundärluft mittels Zentralrohr: besserer Zug und v.a. schnelles Starten möglich (ca. 3 Minuten, abhängig vom Material)

-      Regelung: Möglichkeit, die Primärluft zu regeln

Vorallem die besseren Abgaswerte sind meines Erachtens schon sehr wichtig und eine höhere Investition wert....

L.G.

Susanne

Klasse, danke Dir!

Beim Selbstbaukocher dauert das Starten einfach so lange und der ganze Prozess ist einfach zu aufwändig, um ihn jeden Tag zu machen.

LG

Hallo! Tut mir leid, dass ich angekündigt hatte, im März den Kocher anbieten zu können. Aus folgendem Grund verschiebt sich der Termin: Hab jetzt vier Kocher gebaut, es aber nicht geschafft, einen reinen Downdraft hinzubekommen, bei dem die Kohle sicher nicht glüht. Ich denke, das geht nur mit einem Ventilator, wie beim Worldstove. Sowas will ich aber nicht nachbauen, sondern arbeite nun an einem Holzdestillationsofen, bei dem die Holzchips in einem nur unten offenen Gefäß von aussen erhitzt werden, bis sie Holzgas produzieren, das dann brennt und die weitere Erhitzung übernimmt. Also wie beim Anila-Stove. Also bitte noch etwas Geduld, die nächste Heizperiode ist ja noch fern, und verliert nicht den Glauben an mich, obwohl man sowas von den Hamburgern ja kennt, siehe Elbvielharmonie, viel Geld zumindest, aber das nehme ich im Gegensatz zu denen erst, wenns funktioniert, und sag stattdessen erstmal:

Viele Grüße,

Helmut

Hallo Alle,

ich lese hier schon länger mit und habe mich jetzt angemeldet. Ich arbeite selber mit einem Selbstgebautem aus Konservendosen und wollte jetzt was "Ordentliches"

In meinem Bekanntenkreis habe ich auch mehrere Interessierte und habe deshalb eine Sammelbestellung für den Sampada gemacht. Sollte in drei bis vier Wochen ankommen. Einige könnte ich noch abgeben.

Preis wird (hoffentlich) unter 100 Euro bleiben, so um die 80 Euro. Wie es zu dem Preis kommt wurde hier ja schon wiederholt vorgerechnet.

Sollte größeres Interesse bestehen, kann ich weitere bestellen. Ich bin Gärtner und habe einen Gewerbebetrieb, also Finanzamt kein Problem. Wenn größere Stückzahlen zusammenkommen wird es auch günstiger.

Grüße,

Norbert

...ich nehm einen.

Auch, noch eine ganz interessante Info:

Hinter dem Hersteller, Samuchit, steht eine Frau, Dr. Priyadarshini Karve.

Sie ist Dr. der Physik und hat den Sampada selbst entwickelt. Eine sehr nette, hilfsbereite Dame.

Sie war etwas von dem Interesse aus der "Ersten Welt" (wie sie es formulierte) überrascht.

Ihre eigentliche Absicht ist es, den Frauen in Indien eine effektivere und gesündere Heizquelle zu schaffen. In ländlichen Gegenden wird noch vielfach auf einem offenen Feuer gekocht und es gibt regelmäßig Tote durch CO2 Vergiftung.

Aber sie ist an einer Zusammenarbeit mit Deutschland sehr interessiert. Ich überlege, ob ich nicht sowas wie einen "Onlineshop" einrichten soll um Vorbestellungen zu sammeln. Allerdings bin ich ein Blinki wenn es um Computer geht, muß mal fragen, wer mir da helfen kann.

Gruß,

Norbert

Hi Norbert,

hört sich sehr interessant an.

Vielleicht nehm ich doch áuch einen Kocher von Dir, wenn die Schweizer nicht in die Gänge kommen.

Wann hast Du die denn?

Vorkasse?

Und wegen Online-Shop, vielleicht hilft ja der Link?

http://www.shop-factory.de/einrichten.htm

 

Viele Grüße

 

Susanne

RSS

Aus Wikipedia.org: Was sind Transition Towns / Initiativen?

Im Rahmen des Transition Town Movement (etwa "Bewegung für eine Stadt des Übergangs/Wandels") proben seit 2006 Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden der Welt den geplanten Übergang in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft. Die Bewegung, initiiert von dem irischen Permakulturalisten Rob Hopkins, lässt sich dem v.a. in den USA weit verbreiteten Gedanken des "Eco-Communalism" zuordnen, einer Umweltphilosophie, die angesichts schwindender Rohstoffe und negativer ökologischer Auswirkungen der Globalisierung die Idee des "einfachen Lebens", der Regional- bzw. lokalen Wirtschaft sowie der Nachhaltigkeit und der wirtschaftlichen Selbstversorgung propagiert. Eine wichtige Rolle spielen auch die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die es insbesondere landwirtschaftlichen, aber auch allgemein-gesellschaftlichen Systemen ermöglichen sollen, so effizient und energiesparend zu funktionieren wie ein natürliches Ökosystem.

© 2013   Erstellt von Gerd Wessling.

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen