Transition Initiativen in D/A/CH

Transition Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Ein fundamentaler Missstand des Stadtlebens ist meist, dass man gezwungen ist, organische Abfälle in den Restmüll zu tun. Mir wird ganz schwindlig wenn ich daran denke, welche Menge an Nährstoffen so täglich dem Kreislauf entzogen wird. Earth Care in der Großstadt fängt für mich mit Kompostieren an. Als ersten Schritt werde ich mit einem Freund eine Wurmkiste bauen. Eigentlich müsste man genug Recyclematerial finden können. Und wenn es erst mal bei mir klappt mit dem Kompostieren, dann stecke ich auch andere an. :)

Tags: #EarthCare, #Kompost, #Permakultur, #Stadt, #Wurmkiste

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Antworten auf diese Diskussion

Ich halte den fehlenden Nährstoffkreislauf auch für ein wichtiges Problem der Städte.

In München gibt's eine städtische Komposttonne und man kann den aufbereiteten Kompost als Gartenerde kaufen (ausser für Blumen, Rasen, ...). Problem dabei aus meiner Sicht: die Schadstoffe im Kompost: die meisten Lebensmittelreste da drin sind nicht biologisch, neben den sogenannten "Fehlwürfen". Und das ist auch nur ein Teil des Problems: was bei Kühen geht (Bio-Futter rein = Bio-Mist heraus), ist beim Menschen so wenig kontrollierbar wie der Haushaltskompost.

Also bleibt erstmal nur: selber machen (Komposter, Komposttoilette, ...). Das bedingt aber einen eigenen Garten, wo man die Kompost-Erde dann auch unterbringen kann. 

Ausgehend vom Permakulturprinzip 9 "Use small and slow solutions" will ich jetzt mal so vorgehen:

1. Wurmkiste und Bokashi praktisch ausprobieren. Wieviel meiner organischen Abfälle kann ich auf diesem Weg recyceln?

2. Gewonnene Erde verwende ich auf meinem winzigen Balkon. Überschüsse verwende ich für Guerilla Gardening, befülle Container, bepflanze sie mit selbst gezogenen Pflücksalaten etc. und platziere sie so nach und nach in der Nachbarschaft.

3. Beboachten, was sich verändert hat.

4. Plan und Vorgehensweise anpassen

PS: "ausser für Blumen und Rasen ...":
gemeint war: "ausser für Blumen und Rasen würde ich das nicht verwenden wollen"

Wurmkisten hab ich auch schon in Aktion gesehen: vielleicht motiviert mich dieser Beitrag ja, es mal auszuprobieren ... Bis dahin bringe ich meinen Kompost in einem "befreundeten Schrebergarten" unter. Am Krautgarten (siehe http://www.krautgarten-forum.de ) muss ich erst fragen, ob man eigenen (Bio-)Kompost, der nicht vom Acker stammt, auch dort einfliessen lassen darf: das wäre optimal, ein wirklicher Kreislauf (egal ob mit Wurmkiste vorkompostiert oder nicht).

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Aus Wikipedia.org: Was sind Transition Towns / Initiativen?

Im Rahmen des Transition Town Movement (etwa "Bewegung für eine Stadt des Übergangs/Wandels") proben seit 2006 Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden der Welt den geplanten Übergang in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft. Die Bewegung, initiiert von dem irischen Permakulturalisten Rob Hopkins, lässt sich dem v.a. in den USA weit verbreiteten Gedanken des "Eco-Communalism" zuordnen, einer Umweltphilosophie, die angesichts schwindender Rohstoffe und negativer ökologischer Auswirkungen der Globalisierung die Idee des "einfachen Lebens", der Regional- bzw. lokalen Wirtschaft sowie der Nachhaltigkeit und der wirtschaftlichen Selbstversorgung propagiert. Eine wichtige Rolle spielen auch die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die es insbesondere landwirtschaftlichen, aber auch allgemein-gesellschaftlichen Systemen ermöglichen sollen, so effizient und energiesparend zu funktionieren wie ein natürliches Ökosystem.

© 2012   Erstellt von Gerd Wessling.

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