Transition Initiativen in D/A/CH

Transition Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Kriterien um eine "offizielle" Transition Town zu werden

Achtung:

Diese Kritereien befinden sich momentan in Überarbeitung & sind auf keinen Fall als "in Stein gemeisselt" zu verstehen. Also nur keine "Angst" :) davor eine Initiativen zu starten!

Kriterien, um den offiziellen Status als „Transition Town“-Energiewendeinitiative zu erhalten

  1. Ein Bewusstsein für das Ölfördermaximum, den Klimawandel sowie das Fair-Share Konzept als die wichtigsten Triebkräfte für Transition Initiativen (am Besten in Satzung oder Richtlinien aufzunehmen)
  2. Eine Gruppe von 3-7 Menschen, die bereit sind gerne Führungsrollen zu übernehmen (d.h. nicht nur der grenzenlose Enthusiasmus einer Einzelperson)
  3. Wir empfehlen, das mindestens 1-2 Mitglieder des Kernteams zu Beginn des Prozesses am 2-tägigen Kurs "Training for Transition"teilnehmen. Das scheint einen grossen Unterschied auszumachen!
    Diese Kurse werden seid 2009 auch im deutschsprachigen Raum an unterschiedlichen Orten in Deutschland, Östereich und der Schweiz angeboten. Nähere Infos dazu unter:
    www.training-for.transition.de oder per Mail an info(at)training-for-transition.de
  4. Eine potenziell gute Beziehung zur örtlichen Verwaltung
  5. Ein grundlegendes Verständnis der 12 Schritte auf dem Weg zur Transition-Initiative
  6. Die Bereitschaft, bei Bedarf um Hilfe zu bitten
  7. Die Bereitschaft, die Internetpräsenz der eigenen Transition-Initiative laufend aktuell zu halten –­ entweder über diese Website oder über eine eigene Webseite
  8. Die starke Bereitschaft, regelmäßig Beiträge zum „Transition-Initiativen“-Blog www.transition-initiativen.de zu leisten (Achtung: Die Welt schaut zu:)
  9. Die Bereitschaft, nach dem Start der Initiative für mindestens zwei andere Gemeinden in der Nähe, in denen es ähnliche Pläne gibt, eine Präsentation zu machen – einen Vortrag der Sorte „Das und das haben wir gemacht“ oder „So war das für uns“
  10. Die Bereitschaft, im Netzwerk der anderen Transition Initiativen mitzuarbeiten
  11. Die Bereitschaft, mit benachbarten Transition Initiativen zusammenzuarbeiten
  12. Möglichst minimale Interessenkonflikte im Kernteam
  13. Die Bereitschaft, das Transition-Initiativen-Netzwerk beim Beantragen nationaler oder internationaler Fördergelder zu unterstützen. Um regionale Fördergelder muss sich jede Initiative selbst kümmern.
  14. Die Aufforderung, in die gesamte Transition-Initiative so viele unterschiedliche Menschen wie möglich einzubeziehen
  15. Die Erkenntnis, dass zwar wahrscheinlich der gesamte Landkreis oder das gesamte Bundesland die Energie- und Kulturwende in Form von Transition nötig hat, aber jeder in seiner eigenen Gemeinde anfangen sollte. Möglicherweise führt die Entstehung einer Vielzahl von Energiewende-Gemeinden in der Umgebung dazu, dass irgendeine Art von zentraler Koordinierung eingeführt werden muss, aber das muss sich mit der Zeit entwickeln, und es kann nicht erzwungen werden. (Dieser Punkt wurde hinzugefügt, da es verschiedene Fälle gab, bei denen die Aktivisten gleich ihre ganze Region zur Energiewende bringen wollten statt ihre eigene Gemeinde.)
    • Sofern außerordentliche Umstände die Einrichtung einer zentralen Koordinierungs- oder Intitiativstelle bedingen (derzeit z.B. in den UK in Bristol, Forest of Dean, Brighton & Hove), muss eine solche Stelle sicherstellen, dass die vorliegenden Kriterien für alle Initiativen gelten, die sich innerhalb der betreffenden Region bilden .Dazu bitte eine Mail an info(at)transition-initiativen.de schicken.
    • Auf Koordinierungs- oder Intitiativstellen treffen weitere Kriterien zu, die persönlich besprochen werden sollten. Dazu bitte eine Mail an info(at)transition-initiativen.de schicken.
  16. Und zu guter Letzt empfehlen wir erneut, dass mindestens ein Mitglied des Kernteams einen Permakultur-Gestaltungskurs und 1-2 Mitglieder das 2-tägige "Training for Transition" mitgemacht haben sollten … offenbar macht das wirklich einen gewissen Unterschied aus.

Zuletzt aktualisiert von Gerd Wessling 8. Okt 2010.

Aus Wikipedia.org: Was sind Transition Towns / Initiativen?

Im Rahmen des Transition Town Movement (etwa "Bewegung für eine Stadt des Übergangs/Wandels") proben seit 2006 Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden der Welt den geplanten Übergang in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft. Die Bewegung, initiiert von dem irischen Permakulturalisten Rob Hopkins, lässt sich dem v.a. in den USA weit verbreiteten Gedanken des "Eco-Communalism" zuordnen, einer Umweltphilosophie, die angesichts schwindender Rohstoffe und negativer ökologischer Auswirkungen der Globalisierung die Idee des "einfachen Lebens", der Regional- bzw. lokalen Wirtschaft sowie der Nachhaltigkeit und der wirtschaftlichen Selbstversorgung propagiert. Eine wichtige Rolle spielen auch die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die es insbesondere landwirtschaftlichen, aber auch allgemein-gesellschaftlichen Systemen ermöglichen sollen, so effizient und energiesparend zu funktionieren wie ein natürliches Ökosystem.

© 2012   Erstellt von Gerd Wessling.

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