Transition Initiativen in D/A/CH

Transition Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Projekt "Nachhaltige Nachbarschaft"

1,3 Tonnen CO2 weniger,

700 Euro pro Jahr sparen

und obendrein die gute Nachbarschaft stärken

 

 

Repair Cafés, regionale Kochgruppen, Gemeinschaftsgärten, AG zum Inneren Wandel – als der Diplom-Agraringenieur Reinhold Poier Mitte 2011 zu Transition Town Bielefeld stieß, erschien ihm diese Themenvielfalt, die Transition zu eigen ist, wie ein wirrer Haufen. Was hatte das alles mit Peak Oil und Klimawandel zu tun? Letztes Jahr wurde der Agraringenieur jedoch für sich fündig: beim ganzheitlichen Nachbarschafts-Programm 'Transition STREETS', das einige Aktive von Transition Town Totnes in der englischen Grafschaft Devon entwickelt und bereits 2007 realisiert hatten.

In homöopathischen Dosen zum nachhaltigen Lebensstil

„Transition STREETS dreht sich rund um das Thema 'Nachhaltige Lebensstile' und zwar sehr umfassend – vom Energie- und Wassersparen, über Versorgung mit Produkten aus der Region, von Ressourcen sparender Reparatur bis hin zur Sprit sparenden Mobilität - in einfach und angenehm zu lesenden Kapitel-Portionen in einem Handbuch verpackt und so aufbereitet, dass es Spaß macht, damit zu arbeiten. Es ist eine praktische Anleitung mit vielen Aktionen zum Handeln im eigenen Haushalt“, erklärt Poier und ergänzt: „Transition STREETS ist Teamarbeit – ungefähr sechs Nachbarn treffen sich zu insgesamt sieben Terminen und beschäftigen sich gemeinsam mit der Umsetzung, geben sich Feedback, motivieren sich gegenseitig und feiern gemeinsam auch kleine Erfolge, denn Feiern ist ganz wichtig.“ So werde Klimaschutz praktisch und ganz einfach vermittelt. „In kleinen Schritten, die man leicht in seinen Alltag einbauen kann, kann jeder Haushalt mit diesem Programm 1,3 bis 1,5 Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden und ca. 500 bis 700 Euro sparen – ohne dass man auf etwas verzichten muss - nur durch weniger Verschwendung. Und das Tolle ist: weil man sich gegenseitig anspornt und über die Schultern guckt, bleibt man auch wirklich dran.“ Für die meisten Teilnehmer*innen sei es aber wohl am wichtigsten, dass dadurch die Nachbarschaft gestärkt werde.

Eine NaNa-Projektgruppe bei der Arbeit

Ein Projekt zugeschnitten auf die Stadt Bielefeld 

Vom Programmerfolg in Totnes inspiriert – den Briten gelang es, mit Transition STREETS jährlich 650 Tonnen CO2 einzusparen – fackelte Reinhold Poier nicht lange und steckte ein paar weitere Bielefelder Transition-Aktivist*innen an. Gemeinsam und ganz im Geiste des „Einfach. Jetzt. Machen.“ übersetzten sie in einem kollaborativen Prozess via Piratenpad das Handbuch, und passten es dabei auch gleich auf die Bielefelder Gegebenheiten an. „Das Handbuch enthält viele Querverweise und Tipps bezogen auf unsere Stadt – wie etwa eine Übersicht aller Wochenmärkte“, findet Poier auch gleich ein Beispiel. Kaum war das Handbuch fertig übersetzt, überstand es auch gleich einen teaminternen TÜV: Transitioner aus Bielefeld – unter ihnen auch Reinhold Poier – bildeten eine Pilotgruppe,  durchliefen das Programm und prüften gleichzeitig das Handbuch auf Schlüssigkeiten, merzten Fehler aus, ergänzten, redigierten, machten rund. Dabei war auch die Namensfindung auf dem Prüfstand, denn „unter dem Begriff Transition STREETS kann sich hier in Deutschland ja niemand was vorstellen“: Der erste Arbeitstitel „Energiewende Nachbarschaft“ fand zu wenig Fürsprecher*innen, die NaNas setzten sich durch – NaNa für Nachhaltige Nachbarschaften. Seit einigen Monaten ist der Prototyp in Bielefeld reif für die Serienproduktion und freut sich auf Nachahmer in anderen Städten. Interesse ist in jedem Fall schon einmal bei mindestens 30 Transition Towns im deutschsprachigem Raum vorhanden, einige davon sind laut Reinhold Poier auch bereits aktiv.

Was lange währt... 

In Bielefeld läuft das Programm erst langsam an. Initiator Poier beschreibt das so: „Die Kommunikation mit der Stadt hat sich etwas mühselig gestaltet. Budget war keines da, da Bielefeld eine der deutschen Städte ist, die über eine Milliarde Schulden und somit nur über einen Nothaushalt verfügen. Aber wir haben glücklicher Weise jetzt einen kleinen Topf aus dem Verfügungsfonds erhalten.“ Vor kurzem ist die erste NaNa-Gruppe im Bielefelder Ostmannturm-Viertel gestartet, ins gesamt fünf Gruppen werdne bis Oktober das Programm durchlaufen haben. Doch schon jetzt tun sich neue Möglichkeiten auf, wie Reinhold Poier zu erzählen weiß: „Unsere Infotreffen finden im Quartiersbüro statt – und so sind wir in Kontakt mit einigen weiteren Gruppierungen gekommen, unter anderem mit den Stadtteil-Müttern. Die türkischen Stadtteil-Mütter planen jetzt, das Hand-Buch in ihre Heimatsprache zu übersetzen, Stadtteil-Mütter aus anderen Kulturen erwägen mit der englischen Version zu arbeiten.“ Auch wenn das Programm Nachhaltige Nachbarschaft in Bielefeld erst langsam anläuft, ist Reinhold Poiers Optimismus ungebrochen und hält sich wieder an die Zahlen: „Man stelle sich mal vor, auch nur 1 Millionen Haushalte in Deutschland würden mit dem Programm arbeiten, wir könnten die unfassbare Summe 1,3 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.“

 

Weitere Informationen zu Nachhaltige Nachbarschaft / Transition STREETS:

http://www.transition-initiativen.de/group/transition-streets

Link zur Bielefelder Website: www.ttbielefeld.de

Die Bielefelder Initiative plant außerdem, die deutsche Version des Handbuchs zu Transition Streets bald Open Source zur Verfügung zu stellen.

 

Schnell-Navigation

... die Webseite wird momentan überarbeitet ...

... die Webseite wird momentan überarbeitet ...
      (Siehe -->FAQ Webseite Überarbeitung)
 

       Die Inhalte wurden am 20.3. übertragen.

      Neue Inhalte ab 20.3. gehen verloren bzw.
        müssen bei Bedarf auf der neuen Seite

   wiederholt werden (auch Neu-Anmeldungen)

Spenden für „Transition Netzwerk e.V.“

Jetzt Spenden! Das Spendenformular ist ein kostenfreier Service von betterplace.org.

Neueste Aktivitäten

Agnes Duda ist jetzt Mitglied von Transition Initiativen in D/A/CH
Dienstag
Ulrike Légé ist Mitglied der Gruppe von Mit-Gründer geworden
Miniaturansicht

Transition in der Schweiz

Für alle an Transition in der Schweiz Interessierten zur gegenseitigen Vernetzung & InformationMehr
Sonntag
Ulrike Légé ist jetzt Mitglied von Transition Initiativen in D/A/CH
Apr 22
ProfilsymbolYvonne Lange und Josephine Eberhardt sind Mitglied von Transition Initiativen in D/A/CH geworden
Apr 20
Theresa Herdlitschka hat geantwortet auf die Diskussion Transition Handbook für Forschung von Theresa Herdlitschka in der Gruppe Transition Forschung
"Hallo Gesa, danke für den Link, da ist tatsächlich alles schön kompakt dargestellt. Da ich bezüglich der Wirkmöglichkeiten sozialer Innovation im Hinblick auf globale Herausforderungen recherchiere, werde ich dennoch die…"
Apr 18
Den gefällt das Profil von Helmut Wo.
Apr 17
Helmut Wo hat die Gruppe Transition Mannheim von Den kommentiert
"Hallo ihr lieben Interessierte! Thomas (SoLaWi) und ich (13haFreheit) haben uns soeben im Wohnprojekt auf Turley getroffen und die nächsten Schritte einer Transition-Town Mannheim gesponnen. In folgendem Dokument seht ihr erste Vernetzungen:…"
Apr 17
Helmut Wo gefällt die Gruppe Transition Mannheim von Den.
Apr 17
Helmut Wo ist Mitglied der Gruppe von Den geworden
Miniaturansicht

Transition Mannheim

In dieser Gruppe können sich Interesseierte & Aktive sammeln, sie sich rund um das Thema "Transition/Wandel" miteinander verbinden möchten.Bittte dabei dem Gruppengründer keine weiteren Nachrichten dazu schicken, da er aus Mannheim wegzieht.Mehr
Apr 17
Dieter Guhlke gefällt das Profil von Dieter Guhlke.
Apr 16
Katrin Schultz ist jetzt Mitglied von Transition Initiativen in D/A/CH
Apr 14
Veranstaltung erstellt von Susanne Wiegel

Vielfalt alter Gemüse- und Obstsorten für die Grüne Hauptstadt Essen im Volkshochschule Essen

27. April 2017 von 19 bis 21
Im Grünen Hauptstadtjahr soll Essen ergrünen und erblühen und – ökologisch nachhaltig soll es sein. Die Mülheimerin Kerstin Gründel hat sich mit Unterstützung der Arche Noah auf die Erhaltung alter Gemüse- und Obstsorten spezialisiert und weiß darüber viel zu berichten. Auch hat sie von vielen Arten Saatgut gewonnen, weiß um gute Anzuchtbedingungen und kann zum Anbau historischer Tomaten-, Bohnen-, Himbeer-, Erdbeerpflanzen und mehr beraten. Im Anschluss an die Veranstaltung werden vorgezogene…Mehr
Apr 12
Susanne Wiegel hat eine Diskussion hinzugefügt zur Gruppe Transition Town in Essen
Miniaturansicht

Termine und Projekte April/Mai

im April wird es kein TT-Gesamttreffen geben, da der 3. DienstagOsterdienstag ist und im Moment innerhalb der Projekte viel zu tun ist.Das nächste Gesamttreffen findet erst wieder am 16. Mai in der VHS statt.Schaut gerne auf unsere Seite https://transitiontown-essen.de/Donnerstag 27.4., 19-21 Uhr "Vielfalt alter Gemüse- und Obstsorten für dieGrüne Hauptstadt", Vortrag in der VHS mit Weitergabe vonGemüse-Jungpflanzen und Samen zum Ausbringen in der…Mehr
Apr 12
Andreas Galatas gefällt die Gruppe Transition Town Initiative Bochum von Michael Fe.
Apr 10
Andreas Galatas ist Mitglied der Gruppe von Michael Fe geworden
Miniaturansicht

Transition Town Initiative Bochum

Für alle Interessierten & Aktiven aus Bochum, die sich über Transition lokal vernetzen & austauschen möchten. Mehr
Apr 10
ProfilsymbolAndreas Galatas und Lena Haber sind Mitglied von Transition Initiativen in D/A/CH geworden
Apr 9

Events

© 2017   Impressum   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen